Daniela Kolbe begrüßt Tarifabschluss in Sachsens Metall- und Elektroindustrie
SPD-Bundestagsabgeordnete lobt das intelligente Jobpaket für sichere Arbeitsplätze.
Leipzig. Über die gestern getroffene Einigung von IG Metall und dem sächsischen Arbeitgeberverband auf Übernahme des Pilotabschlusses aus NRW zeigt sich die Leipziger SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe sehr erfreut:
„Die IG Metall hat eine intelligente und für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wichtige Lösung durchgesetzt. Die 150.000 Beschäftigten der sächsischen Metallbranche erhalten so nicht nur mehr Geld, sondern auch ein tarifvertragliches Kurzarbeitsinstrument. Gleichzeitig sichert dieser Tarifabschluss den Menschen ihren Arbeitsplatz und schafft vor allem für junge Leute mehr Perspektiven.“
Konkret sieht der Abschluss vor, dass die Beschäftigten für den Zeitraum Mai 2010 bis März 2011 in zwei Teilbeträgen eine Einmalzahlung von 320 Euro erhalten. Ab April 2011 steigen dann die Entgelte um 2,7 Prozent. Darüber hinaus sorgt der neue Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit“ für eine tarifliche Arbeitszeitverkürzung mit Teillohnausgleich, die grundsätzlich unbefristet genutzt werden kann, wenn die gesetzliche Kurzarbeit nicht mehr möglich ist.
„Dadurch“, so Daniela Kolbe, „werden die Beschäftigten nicht aufgrund der wirtschaftlichen Lage auf die Straße gesetzt.“
Für die Auszubildenden einigte man sich auf eine Einmalzahlung von 120 Euro und auf 2,7 Prozent mehr Entgelt ab April 2011. Zudem wurde die Regelung für eine Übernahme nach der Ausbildung erweitert, um so mehr Chancen für junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schaffen. Denn so können nun auch Zivil- oder Wehrdienst oder ein freiwilliges soziales Jahr zur Überbrückung der wirtschaftlich schwierigen Zeit genutzt werden. Auch eine Teilzeitbeschäftigung ist möglich, um den Jugendlichen berufliche Praxis zu ermöglichen.
Daniela Kolbe dazu: „Gerade junge Menschen brauchen einen sicheren Einstieg ins Berufsleben. Außerdem ist es wichtig für die Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte zu haben. Dieser Anspruch kommt in dem Tarifabschluss voll zum Tragen.“
Bild: © Christian Steiner/ PIXELIO