Girls Day: Leipziger Schülerin zu Besuch im Bundestag
Bereits zum zehnten Mal fand am Donnerstag der alljährliche "Girls' Day" statt, an dem Mädchen und junge Frauen ermutigt werden sollen, sich in so genannten "typisch männlichen" Berufsfeldern umzusehen. Neben Betrieben in technischen oder techniknahen Branchen beteiligte sich auch die Politik zum wiederholten Male an dem Aktionstag.
So erhielt auch die 14-jährige Victoria Raue aus Leipzig die Gelegenheit, vom 21. bis 22. April 2010, den politischen Betrieb unter die Lupe zu nehmen. Die Gymnasiastin nahm auf Einladung der Leipziger SPD-Bundestagsabgeordneten Daniela Kolbe am "Girls' Day" teil und verbrachte zwei spannende Tage in Berlin.
Bereits kurz nach ihrer Ankunft am Mittwoch Nachmittag in Berlin erhielt Victoria Raue zusammen mit den 70 anderen GirlsŽ Day Teilnehmerinnen - eine ausführliche und interessante Führung durch den Deutschen Bundestag und Reichstag. So konnten sie sich schon einmal in der ungewohnten Umgebung "aufwärmen".
Am Donnerstag ging es dann nach einem gemeinsamen Frühstück mit Daniela Kolbe und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank Walter Steinmeier (Foto) erst einmal ins Abgeordnetenbüro. Hier hatte die Schülerin die Möglichkeit, die tägliche Arbeit eines Abgeordnetenbüros von innen kennenzulernen und in einem Gespräch mit ihrer Abgeordneten viel über die Abläufe des politischen Betriebes zu erfahren. Natürlich konnte sie auch alle Fragen stellen, die ihr auf der Seele brannten.
Nach einem Besuch einer Bundestagsdebatte und einem gemeinsamen Mittagessen im Reichstag gab es am Nachmittag noch einen Workshop über Berufschancen in der Politik und eine Diskussion zu Fragen der Familien- und Gleichstellungspolitik. In einem Planspiel schlüpften die Girls Day Teilnehmerinnen in die Rolle von Parlamentarierinnen, sie bearbeiteten und verabschiedeten dabei einen Gesetzentwurf und lernten so, dass ausdauerndes Verhandeln und das Kämpfen um Mehrheiten ein bedeutender und anstrengender Teil der Politik ist.
"Ich denke, das ist eine sehr gute Chance für junge Frauen unseren Alltag und die politische Arbeit einmal hautnah zu erleben und nicht immer nur aus den Nachrichten. Ich hatte den Eindruck, dass es den jungen Mädchen einen riesigen Spaß gemacht hat Politik so nah und echt zu erleben", so Daniela Kolbe.
