Kolbe: Glücksatlas bestätigt Ansatz der Enquete-Kommission

Mittwoch, 21. September 2011
Daniela Kolbe

Zur Diskussion um die Zufriedenheitsstudie „Glücksatlas Deutschland 2011“ erklärt die Vorsitzende der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, Daniela Kolbe (SPD):

„Das rege öffentliche Interesse am Glücksatlas zeigt die zunehmende Bedeutung der Zufriedenheitsforschung. Auch für die Politik werden solche Zahlen immer wichtiger wenn es um die Abschätzung der Folgen von Gesetzen geht. Deshalb ist es um so erfreulicher, dass der Deutsche Bundestag die Zeichen der Zeit erkannt hat. In der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ lässt er umfassend darüber debattieren, welche Faktoren Zufriedenheit ausmachen und wie Politik helfen kann diese zu maximieren.

Die Glücksatlas-Studie zeigt aber auch, dass wir noch am Anfang einer zuverlässigen Erhebung von Zufriedenheitsdaten stehen. Die Datenbasis in kleineren Bundesländern wie dem hochgelobten Hamburg ist zu klein, um repräsentative statistische Befunde zu liefern. In vergleichbaren Erhebungen in anderen Ländern wie etwa dem Vereinigten Königreich werden im öffentlichen Auftrag mehr als dreizehn mal so viele Menschen befragt. Wenn die Zufriedenheitsforschung nicht nur Gesprächsthema für die Mittagspause sondern Leitplanke für politische Entscheidungen sein soll, dann brauchen wir eine verlässliche und breite Datenbasis, die bewährten statistischen Standards genügt.

Geld allein macht nicht glücklich, deswegen können wir unseren Wohlstand nicht mehr nur am Bruttoinlandsprodukt festmachen. Die Politik braucht neue Messinstrumente für gesellschaftlichen Fortschritt. Ein anerkannter und öffentlich diskutierter Fortschrittsindikator kann Politik transparenter, sachlicher und nachvollziehbarer machen. Dazu leistet die Enquete-Kommission schon jetzt einen zentralen Beitrag.“

Bild: Rainer Sturm/Pixelio.de

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