Die Bundesregierung darf Migrant(inn)en, die Deutsch lernen wollen, nicht länger Steine in den Weg legen!
Daniela Kolbe kritisiert die neuen Regelungen für Integrationskurse. Diese sehr beliebten Kurse, die Migrant(inn)en Sprachkenntnisse und Landeskunde vermitteln, sollen für freiwillig Interessierte nur noch mit langer Verzögerung angeboten werden. Kolbe fordert, dass wieder alle Migrant(inn)en umgehend Deutsch lernen dürfen.
Während Bundesinnenminister de Maizière deutschen Migrant(inn)en Integrationsverweigerung vorwirft, erschwert es die Regierung den Migrant(inn)en gleichzeitig, die deutsche Sprache zu erlernen. "Die aktuelle Debatte über Integrationsdefizite von Migrant(inn)en ist doppelzüngig. Wer Spracherwerb fordert, darf die Schultüren nicht vernageln. Migrantinnen und Migranten, die Deutsch lernen wollen, müssen umgehend hochwertige Angebote erhalten", sagte die SPD-Abgeordnete Kolbe.
Ein neues Rundschreiben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erschwert es jedoch den Trägern, Integrationskurse zu planen. Teilnehmer/-innen, die nicht von der Arbeitsagentur zur Teilnahme verpflichtet werden, müssen nun eine dreimonatige Frist bis zur Kursteilnahme abwarten. Geplante Integrationskurse können so oft nicht stattfinden, Teilnehmer/-innen werden vertröstet. Zudem verzögert sich die Aufnahme eines Kurses oft auf unbestimmte Zeit, da die Kursteilnehmer/-innen stets den nächstgelegenen Träger auf-suchen müssen, wenn sie eine Erstattung der Fahrtkosten benötigen, unabhängig vom Kursbeginn. Für Teilnehmer/-innen ist diese Situation unverständlich und frustrierend, für die Träger zum Teil existenzbedrohend.
"In vielen Medien wird das Zerrbild integrationsunwilliger Zuwanderer gezeichnet. Die Realität ist eine andere: die Nachfrage nach Integrationskursen steigt Jahr für Jahr. Dass die Interessent(inn)en von nun an erst monatelang zu Hause sitzen müssen, bevor sie Deutsch lernen können, das versteht doch kein Mensch. Die Bundesregierung muss handeln: die neuen Regelungen für die Integrationskurse müssen dringend überarbeitet und die Integrationskurse mit ausreichend Finanzmittel ausgestattet werden.", so Kolbe abschließend.
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