Mehrgenerationenhäuser: Weiterhin Ungewissheit bei Bundesförderung
Die Bundesregierung hat dem Druck der SPD endlich nachgegeben und kündigt ein neues Programm für die Mehrgenerationenhäuser ab 2012 an. Viele Fragen bleiben ungeklärt: Wie viele und welche Träger in Zukunft weitergefördert und wie die Förderbedingungen ausgestaltet werden, sagt das zuständige Bundesfamilienministerium nicht.
Daniela Kolbe sorgt sich um die Zukunft der Mehrgenerationenhäuser in Leipzig, die im Haus Steinstraße und im Ariowitsch-Haus erfolgreich angesiedelt wurden. Sie bemängelt, dass das Familienministerium monatelang wertvolle Zeit verstreichen lassen hat. Nun drängt die Zeit, um eine nachhaltige Anschlussförderung auszuarbeiten. Die Träger müssen mit weiteren Monaten der Ungewissheit rechnen, bis ein neues Bundesprogramm ausgeschrieben wird.
Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen, hat die SPD-Fraktion diese Woche eine Kleine Anfrage in den Deutschen Bundestag eingebracht. Mit der Antwort der Bundesregierung ist Anfang Februar zu rechnen. Daniela Kolbe mahnt an, dass sich das Ministerium n seinen Antworten um wichtige Details nicht länger herumdrücken darf. Die Frage nach einer Übergangsfinanzierung für Häuser, deren Förderung bereits 2011 endet, ist drängend.
Daniela Kolbe setzt sich dafür ein, dass die erfolgreiche Arbeit der Mehrgenerationenhäuser fortgesetzt werden kann und keine Projektruinen entstehen.
Die Bundesregierung hat 2006 das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ gestartet, um den sozialen Zusammenhalt der Generationen vor Ort zu stärken.
