Kriminalität und Prävention im Leipziger Osten
Kriminalität und Prävention im Leipziger Osten – öffentliche Veranstaltung des SPD Ortsvereins Leipzig Ost mit Daniela Kolbe und Leipziger Polizeipräsidenten am 3. Juni 2010
Bei den Themen Gewaltkriminalität, Ursachenbekämpfung und insbesondere die richtigen Schlussfolgerungen für eine positive Stadtentwicklung standen die Bundestags-abgeordnete Daniela Kolbe gemeinsam mit dem Polizeipräsidenten Horst Wawrzynski mit den Gästen in reger Diskussion. Das Podium ergänzte Rüdiger Harr, der als Vorsitzender Richter am Landgericht Leipzig tätig ist.
Klar positionierte sich Daniela Kolbe, sozial ausgewogene Strukturen zu schaffen bei denen Kinder und Jugendliche und somit Bildung und gute Kinderbetreuung eine entscheidende Basis für eine Stadtentwicklung ist. Leipzig ist mit dem neuen STtadtentwicklungsplankonzept auf einem guten Weg. Diesen Zusammenhang belegte der Leipziger Polizeipräsident mit Zahlen der aktuellen Kriminalstatistik z.T. Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten. Leipzig gilt nach Aussage des Polizeipräsidenten bei der Gewalt- und Rauschgiftkriminalität im Osten Deutschlands als eine unrühmliche Hochburg. Mit Drogenschwerpunkten in allen Stadtteilen resümierte Rüdiger Harr, zumal sich jetzt rächt, dass in Leipzig Anfang der 90 Jahre zu viele Jugendclubs geschlossen und ausreichend alternative Angebote mit adäquater Betreuung fehlen. Offensichtlich fehlt in Leipzig noch eine bessere Abstimmung zwischen kommunaler Suchtprävention und der Polizeiarbeit. Daniela Kolbe und Bundesrichters Prof. Uwe Berlit sehen in Ganztagsschulen und größeren Freiräumen für Erziehung und Prävention im Schulalltag ein zukünftiges, entscheidendes Handlungsfeld. Bei den zunehmenden gewalttätigen und beleidigende Angriffe auf Polizeibeamte und Rettungskräfte versicherte die Bundestagsabgeordnete konsequente Maßnahmen und Schutz durch die Politik zu.
