13. Panzergrenadierdivision muss in Leipzig erhalten bleiben
Daniela Kolbe zeigt sich überrascht über die bekannt gewordenen Absichten des heutigen Verteidigungsministers und ehemaligen Ostbeauftragten der Bundesregierung Thomas de Maiziere (CDU). Dieser will einen der letzten wichtigen Bundeswehrstandorte in Sachsen verlegen, nämlich die 13. Panzergrenadierdivision. Mit der Verlegung der Leitung der 13. Panzergrenadierdivision von Leipzig weg schadet man den Neuen Ländern.
„Insbesondere hier im Osten ist es wichtig die Standorte der Bundeswehr zu erhalten. Das Vorhaben de Maizieres ist aus verschiedenen Gründen falsch. Zum einen hat das Land Sachsen im Bundesvergleich die geringste Bundeswehrdichte, nur 1,1 Soldat/-in kommt auf 1000 Einwohner. Zweitens befindet sich in Leipzig der einzige Sitz einer Heeresdivision in den Neuen Ländern, drittens hat sich der Standort hier etabliert, wurde ausgebaut und hat sich sehr bewährt. Und viertens gewinnt die Bundeswehr gerade im Osten viele ihrer Zeit- und Berufssoldatinnen- und -soldaten, die dann von hier zu ihren Auslandseinsätzen starten und große Risiken eingehen.“
Sollte diese Umstrukturierung Realität werden, so wäre dies für Leipzig, für das Land Sachsen und für den Osten wirtschaftlich betrachtet fatal. „Mich wundert, dass gerade Thomas de Maiziere als sächsischer Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Beauftragter für die Neuen Länder solche Pläne betreibt. Das kann ich nicht nachvollziehen und fordere ihn auf, dieses Vorhaben zu stoppen.“
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