Kolbe/Katzek: Am 8. März ist Frauentag – Gesetz für mehr Entgelttransparenz kommt

Dienstag, 7. März 2017
Kolbe/Katzek zum Frauenkampftag - Gesetz für mehr Entgelttransparenz kommt

Der 8. März ist Internationaler Frauentag. Ein Tag, der alljährlich an den Kampf für die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam macht. Die Leipziger SPD-Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe und Dr. Jens Katzek, Direktkandidat der SPD für den Bundestagswahlkreis Leipzig Süd, sind sich sicher: In diesem Jahr geht ein wichtiges Signal vom Entgelttransparenzgesetz aus, das noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden soll.

„Gleicher Lohn für gleiche oder gleichwertige Arbeit? – Das klingt zwar logisch, ist aber bei weitem nicht der Fall. Nach wie vor liegen die durchschnittlichen Bruttostundenlöhne von Frauen in Deutschland um 21 Prozent niedriger als die von Männern. Das ist ungerecht und beschämend. Um die Lohnlücke zu schließen, braucht es gesetzliche Maßnahmen. Deshalb werden wir den Gesetzentwurf, den Manuela Schwesig nach harten Verhandlungen im Koalitionsausschuss vorgelegt hat, jetzt im Parlament beraten“, erklärt Daniela Kolbe.
Jens Katzek dazu weiter: „Über 80 Prozent der Bevölkerung finden den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern ungerecht. Möglichst unbürokratisch Transparenz in den Unternehmen herzustellen, ist Grundvoraussetzung für die Bekämpfung von Lohndiskriminierung. Neben der Frage des gleichen Lohns spielt auch das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Rolle, damit Frauen unabhängiger sein können. Ich will deshalb ein praktikables Rückkehrrecht von der Teilzeit in die berufliche Vollzeit. Und ich will mehr Möglichkeiten für Angestellte zu Hause zu arbeiten. Nicht nur die Erfahrungen aus den Niederlanden mit dem sogenannten Homeoffice sind sehr ermutigend - auch die in meinem eigenen Unternehmen.“
Hintergrund:
Das Entgelttransparenzgesetz sieht vor, in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten einen individuellen Auskunftsanspruch einzuführen. Damit erhielten bis zu 14 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Recht zu erfahren, wie sie im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen, die einer gleichen oder gleichwertigen Tätigkeit nachgehen, bezahlt werden. Ebenso sollen private Arbeitgeber mit über 500 Beschäftigten zukünftig dazu aufgefordert werden, regelmäßig ihre Löhne auf die Einhaltung der Entgeltgleichheit im Betrieb zu überprüfen. Lageberichtspflichtige Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten müssten zudem künftig regelmäßig über den Stand der Gleichstellung und der Entgeltgleichheit berichten.